Carola Glötzl
Dipl.-Sozialpädagogin (FH)
09431 471484
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Andrea Binder
Dipl. Sozialpädagogin (FH)
09431 471483

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KoKi ist...

Die Anfänge. Mit dem länderübergreifenden Modellprojekt "Opens external link in new windowGuter Start ins Kinderleben“, das zwischen 2006 und 2008 unter der Projektleitung von Prof. Dr. Fegert und Prof. Dr. Ziegenhain von der Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm durchgeführt wurde, zeigte sich, dass der Weg zur wesentlichen Optimierung des Kinderschutzes im präventiven Bereich eine intensive Form der Zusammenarbeit zwischen den Systemen Gesundheit und Kinder- und Jugendhilfe erforderlich ist. An den beiden Standorten, im Landkreis Traunstein und in der Stadt Erlangen, wurden sogenannte „Koordinierende Kinderschutzstellen“ („KoKi“) erprobt.

Vom Modell zur festen Einrichtung. Aufbauend auf den Erkenntnissen des Modellprojekts beschloss die bayerische Staatsregierung Anfang 2008 die Modellphase der KoKis in eine regelhafte Förderung entsprechender interdisziplinärer Netzwerke überzugehen. Die Koordinierenden Kinderschutzstellen sollten im Verantwortungsbereich der Jugendämter geschaffen werden. Nach Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes wurde das bayerische KoKi-Konzept zum bundesweiten Standard.

Aufgabenschwerpunkt für KoKi. Oberstes Ziel ist es, alle Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten vor Ort zur bestmöglichen Unterstützung junger Menschen und ihrer Familien zu bündeln. Hierfür ist es erforderlich, gemeinsame Standards unter den Netzwerkpartnern zu vereinbaren. Besonders bedeutsam ist in diesem Zusammenhang eine gemeinsame Sprache, ein einheitliches Qualitätsmanagement und einen verbindlichen Kommunikations- und Kooperationsrahmen an den Schnittstellen zu entwickeln. Neben der Unterstützung im Einzelfall ist die Pflege dieses Netzwerks und seiner Strukturen ein Aufgabenschwerpunkt für die Koordinierende Kinderschutzstelle.

Erfahrungen und Zielsetzung. Um frühzeitig eingreifen und Hilfestellung leisten zu können müssen die Familien möglichst früh erreicht werden. Die Erfahrung zeigt das breite Spektrum der möglichen Hilfestellungen und den Bedarf an flexibler, individueller Betreuung und Beratung. Dadurch steigt auch der Anspruch, dass sich Fachkräfte stärker untereinander vernetzen und potenzielle Schnittstellen minimiert werden.