Betreuungsgeld

Das Bayerische Betreuungsgeldgesetz ( BayBIGG )gilt rückwirkend zum 1. Januar 2015.

Es  sieht einen nahtlosen Übergang von der Bundes- zur Landesleistung vor.

 

 

Anspruch auf Betreuungsgeld hat grundsätzlich, wer

  • seinen Hauptwohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Bayern hat,
  • mit seinem Kind in einem Haushalt lebt,
  • für dieses Kind zum Zeitpunkt der Antragsstellung die altersentsprechende Früherkennungsuntersuchung gemäß der Kinder-Richtlinien durchgeführt hat
  • für das Kind keinen Platz in der öffentlich geförderten Kindertagesbetreuung (Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege) in Anspruch nimmt.

Falls für das Kind eine Kindertagesbetreuung in Anspruch genommen wird, ist daher für das Betreuungsgeld die Frage nach der öffentlichen Förderung entscheidend. Diese ist in Bayern gegeben, wenn die Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) gefördert wird.
Der Betreuungsgeldbezug endet, wenn mindestens eine Anspruchsvoraussetzung entfällt, insbesondere bei Inanspruchnahme einer öffentlich geförderten Kinderbetreuung.


Wie hoch ist das Betreuungsgeld und wie lange wird es gezahlt?

Das Betreuungsgeld beträgt für jedes Kind 150 € pro Monat.
Für jedes Kind wird längstens für 22 Lebensmonate Betreuungsgeld gezahlt.
Wann wird die Leistung gewährt?
Das Betreuungsgeld kann grundsätzlich vom 15. Lebensmonat des Kindes bis zum Ende des 36. Lebensmonat bezogen werden. Vor dem 15. Lebensmonat des Kindes kann Betreuungsgeld nur in den Ausnahmesituationen bezogen werden, in denen die Eltern die ihnen insgesamt zustehenden Monatsbeiträge des Elterngeldes bereits vollständig bezogen haben (Beispiel: Vater und Mutter haben parallel 7 Monate Elterngeld bezogen).Der Betreuungsgeldbezug endet auch in diesen Fällen nach 22 Monaten.  

Ab dem 15. Lebensmonat können Bayerisches Betreuungsgeld und ElterngeldPlus sowie Partnerschafts-Bonus gleichzeitig bezogen werden.

Das Bayerische Betreuungsgeld und das Bayerische Landeserziehungsgeld können unabhängig voneinander und gleichzeitig bezogen werden.

Das Betreuungsgeld wird beim Arbeitslosengeld II, der Sozialhilfe und dem Kinderzuschlag in voller Höhe als Einkommen berücksichtigt.


Erwerbstätigkeit und Einkommen:

Das Betreuungsgeld  wird unabhängig davon gezahlt, ob und in welchem Umfang die Eltern erwerbstätig sind. Das Betreuungsgeld knüpft also nicht an eine Reduzierung der Erwerbstätigkeit eines oder beider Elternteile an.

Es gilt allerdings die Höchsteinkommensgrenze von jährlich 250 000 Euro bzw. 500 000 Euro bei Paaren, ab der Betreuungsgeld nicht mehr bezahlt wird.

Das Betreuungsgeld kann rückwirkend höchstens für die letzten drei Lebensmonate vor Beginn des Monats, in dem der Antrag auf Betreuungsgeld eingegangen ist, gezahlt werden.


Zuständig für das Betreuungsgeld  ist das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS). Bei Fragen zum Betreuungsgeld steht das zentrale Servicetelefon Betreuungsgeld des ZBFS zur Verfügung, das unter folgender Telefonnummer zu erreichen ist: 09 31 32 09 09 29.

Quelle: Flyer Betreuungsgeld  des Zentrum Bayern Familie und Soziales. Stand: Mai 2017.

Ausführliche Informationen auf der Homepage des Opens external link in new windowZentrum Bayern Familie und Soziales.

Weitere Infos, Beratung und Antragstellung:
Bei der Regionalstelle des Zentrum Bayern Familie und Soziales - Region Oberpfalz
Landshuter Straße 55, 93053 Regensburg
Tel.: 0941 - 7809-00