08.07.2019

Eltern-Kind-Kuren

 

Eltern sind im familiären Alltag vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Manchmal geht ihnen deswegen die Luft aus und sie sind aufgrund ihrer familiären Situation gesundheitlich belastet oder gefährdet.  Dann kann eine Behandlung in einer spezialisierten Kurklinik helfen.

Eine Mutter/Vater-Kind-Maßnahme ist eine stationäre medizinische Behandlung zur Vorsorge und Rehabilitation für Mütter und Väter, bei der die Gesundheit des Elternteils im Mittelpunkt steht. Die Behandlungen während der Kur zielen auf die individuelle Belastungssituation ab.

Diese können zum Beispiel psychische Belastungen, Trennungssituationen oder Probleme in der Erziehung und Versorgung chronisch kranker oder pflegebedürftiger Kinder sein. Daraus ergeben sich oft für Erziehungspersonen typische Gesundheitsstörungen wie zum Beispiel stressbedingte Erschöpfung, körperliche oder psychische Erkrankungen.

 

Das Ziel von Mutter- oder Vater-Kind-Kuren ist es, den spezifischen Gesundheitsrisiken und ggf. bestehenden Erkrankungen von Müttern und Vätern durch eine ganzheitliche Therapie unter Einbeziehung psychologischer, psychosozialer und gesundheitsfördernder Hilfen entgegenzuwirken.

Wissenswertes für die Beantragung einer Kur:

  • Die Mutter/Vater-Kind-Maßnahme wird vom Hausarzt verordnet. Dieser bescheinigt nach einer gründlichen Untersuchung die Notwendigkeit der Kur und stellt die entsprechenden Atteste aus.

  • Die Krankenkasse (medizinischer Dienst) prüft und genehmigt dann den Antrag und wählt die passende Kureinrichtung aus.

  • Eine Kurmaßnahme dauert in der Regel drei Wochen.

  • Sie müssen keinen Urlaub bei Ihrem Arbeitgeber einreichen. Die Bewilligung gilt wie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

  • Sie können die Kur in der Regel nach vier Jahren wiederholen.

  • Für Mutter- oder Vater-Kind-Kuren gilt eine Zuzahlung von 10 Euro je Kalendertag für Erwachsene

Kinder können in der Regel bis zum Alter von 12 Jahren mitfahren, in besonderen Fällen bis zu 14 Jahren (z.B., wenn die Kinder ebenfalls gesundheitlich gefährdet oder krank sind, eine Trennung bei ihnen zu psychischen Problemen führen würde oder sie nicht anderweitig betreut werden können).

Für behinderte Kinder gibt es keine Altersgrenze.

 

Weitere Informationen und Unterstützung z. B. bei de Antragsstellung bietet der Opens external link in new windowCaritasverband im Landkreis Schwandorf sowie der Opens external link in new windowKreisverband der Arbeiterwohlfahrt Schwandorf e.V.

 

Die Kurberatung erfolgt kostenfrei und individuell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet. Es findet hierbei eine enge Zusammenarbeit mit den Einrichtungen des Müttergenesungswerkes statt.

 

Kontakte:

Caritasverband für den Landkreis Schwandorf e.V.
Ettmannsdorfer Str. 19-21
92421 Schwandorf
Tel. 09431 3816 - 0
Fax 09431 3816 - 15

Ansprechpartner: Gero Utz

Dipl.-Sozialpäd. (FH); Dipl. Caritastheol. (postgrad. univ.)
g.utz(at)caritas-schwandorf.de

 

AWO Kreisverband Schwandorf e.V.
Ettmannsdorfer Straße 12
92421 Schwandorf
Tel. 09431 3238
Fax 09431 3999888

Ansprechpartnerin: Daniela Friedrich

kreisverband(at)awo-sad.de