... des Kindes

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Anspruch auf Freistellung von der Arbeit zur Pflege und Betreuung ihres erkrankten bzw. pflegebedürftigen Kindes. Voraussetzung ist, dass sie nach ärztlichem Attest ein krankes Kind betreuen müssen und die Betreuung durch eine andere im Haushalt lebende Person nicht möglich oder zumutbar ist.

Siehe auch Opens internal link in current windowBesondere Situationen/Erkrankung des Kindes

... eines Elternteils

Erkrankt der Elternteil, der hauptsächlich die Betreuung und Versorgung des Kindes übernommen hat,  stellt das meist die Familie auf eine harte Belastungsprobe. Je jünger das Kind ist bzw. die Kinder sind und je intensiver der Elternteil noch als Bezugsperson benötigt wird desto schwieriger ist es, die veränderte Situation zu organisieren.

Wenn z.B. der betreuende Elternteil stationär im Krankenhaus behandelt werden muss, und aus dem nahen familiären Umfeld keine Unterstützungsmöglichkeit gegeben ist, kann überlegt werden, inwieweit der Ehegatte von der Arbeit freigestellt werden kann. Hierzu muss der Arbeitgeber einwilligen, d.h. der Arbeitnehmer hat keinen gesetzlichen Anspruch auf unbezahlte Freistellung.Den Verdienstausfall kann der Ehegatte bei der Krankenkasse geltend machen.

Diese Möglichkeit besteht auch bei beschäftigten Verwandten oder Bekannten.

Ansonsten gibt es die Möglichkeit, bei der Krankenkasse einen Antrag auf Opens internal link in current windowHaushaltshilfe zu stellen, hierbei können dann bis zu einem gewissen Höchstsatz die Kosten für eine selbst beschaffte Haushaltshilfe oder die Kosten für fachlich qualifizierte Kräfte übernommen werden.

Die Übernahme der Haushaltshilfe ist in der Regel auf tagsüber beschränkt, in besonderen Ausnahmefällen ist eine 24 Stunden-Betreuung möglich.

Manchmal liegen Hinderungsgründe für eine Genehmigung der Haushaltshilfe vor, oder die Haushaltshilfe ist nicht ausreichend. In diesen Fällen ist eine Unterstützung durch das Kreisjugendamt möglich, z.B. eine kurzfristige Unterbringung ihres Kindes während Ihrer stationären Behandlung.

Bei einer Kur oder Rehamaßnahme sollte abgeklärt werden, inwieweit das Kind mitgenommen werden kann.

In der Regel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Mitaufnahme des Kindes in Anlehnung an die Haushaltshilfe.