Die bayerische Landesstiftung “Hilfe für Mutter und Kind”, eine Stiftung des öffentlichen Rechts, unterstützt seit 1978 werdende Mütter in Not und kinderreiche Familien und allein Erziehende in besonderen Notlagen, die ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben, mit finanziellen Beihilfen, sofern die gesetzlichen Leistungen nicht ausreichen.

Stiftungsleistungen sind grundsätzlich freiwillige Leistungen. Ein Rechtsanspruch auf sie besteht nicht.


Familie in Not - Wer erhält Hilfe?
Im Mittelpunkt der Förderung stehen kinderreiche Familien, also Familien mit drei oder mehr Kindern, und Alleinerziehende mit Säuglingen, Kleinkindern oder Kindern im schulpflichtigen Alter. In besonderen Ausnahmefällen können auch Familien mit weniger als drei Kindern Hilfe erhalten.

 

Was sind die Voraussetzungen?

Weitere Informationen und Voraussetzungen finden Sie auf der Homepage der Landesstiftung.



Hilfen für Mehrlingsfamilien ab Drillingen
Um die besonderen wirtschaftlichen Belastungen für Familien mit Drillingen, Vierlingen oder Fünflingen zu mildern, gewährt die Landesstiftung “Hilfe für Mutter und Kind” aus Mitteln des Freistaates Bayern eine einmalige Beihilfe in Höhe von 515,- EUR für jedes Kind.

Wenn die Eltern bei der aufwändigen Betreuung der Kinder nicht durch Verwandte oder Bekannte unterstützt werden, ist oft eine Haushaltshilfe erforderlich, um alles bewältigen zu können. Die Landesstiftung “Hilfe für Mutter und Kind” kann in diesen Fällen einen monatlichen Zuschuss zur Finanzierung der Haushaltshilfe für die Dauer von 12 Monaten gewähren. Voraussetzung für eine finanzielle Unterstützung ist jedoch, dass die für Stiftungsleistungen geltende Einkommensgrenze nicht überschritten wird.

Ebenfalls vermittelt die Landesstiftung auf Wunsch der Mehrlingsfamilie Firmenpatenschaften. Ausführliche Informationen finden Sie hierzu auf der Homepage.

Auch Einladungen zu sog. Drillingstreffen in die Familienferienstätten des Kolpingwerkes werden durch die Landesstiftung “Hilfe für Mutter und Kind” vermittelt.


Hilfen für Schwangere in Not


Eine Schwangerschaft ist ein tiefgreifendes Erlebnis und von der Freude auf das Kind geprägt. Oft aber verlangt die Geburt eines Kindes gerade von der Mutter erhebliche Umstellungen in der Lebensplanung und bringt zahlreiche Probleme, insbesondere finanzielle Belastungen, mit sich.

Sofern die gesetzlichen Hilfen, wie beispielsweise Kindergeld, Elterngeld, Landeserziehungsgeld, Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz, aber auch Arbeitslosengeld II bzw. Sozialhilfe, im Einzelfall nicht ausreichen, stellt die Landesstiftung “Hilfe für Mutter und Kind” noch ergänzende Leistungen zur Verfügung. Sie will damit schwangeren Frauen und Müttern mit Kleinkindern, die sich in einer seelischen und wirtschaftlichen Notlage befinden, schnell und unbürokratisch helfen und ihnen in ausweglos erscheinender Situation eine Perspektive für ein gemeinsames Leben mit ihrem Kind eröffnen.


Wer erhält Hilfe?
Die Leistungen der Landesstiftung “Hilfe für Mutter und Kind” setzen voraus, dass die werdende Mutter

  •     eine ärztliche Bescheinigung über die bestehende Schwangerschaft vorlegt,
  •     ihre Hauptwohnung in Bayern hat,
  •     bereit ist, auch eine persönliche Beratung anzunehmen,
  •     sich in einer Notlage befindet

Das Nettoeinkommen darf bestimmte Grenzen nicht überschreiten.


Welche Hilfen sind möglich?
Das Unterstützungsangebot der Landesstiftung in Form von freiwilligen Schenkungen ist in seiner Vielfalt ungewöhnlich breit und flexibel. Angefangen von Umstandskleidung und Babyausstattung bis hin zu Einrichtungsgegenständen und Haushaltshilfen können Zuschüsse für alle Anschaffungen, die im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes stehen, geleistet werden. Wurde der Erstantrag während der Schwangerschaft gestellt, sind bei Bedarf weitere Anträge bis zum 3. Lebensjahr des Kindes möglich.


Wie ist das Verfahren?
Hilfesuchende werdende Mütter müssen bereits vor der Geburt des Kindes einen Antrag bei der Landesstiftung “Hilfe für Mutter und Kind” stellen, sonst entfällt die Fördermöglichkeit. Anträge werden von den staatlich anerkannten Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen freier Träger, den Schwangerschaftsberatungsstellen in den Landratsämtern/Gesundheitsämtern und den Katholischen Schwangerenberatungsstellen aufgenommen. In einem vertraulichen Beratungsgespräch können alle offenen Fragen geklärt werden. Die Beratung sollte möglichst frühzeitig erfolgen, am besten nach vorheriger telefonischer Anmeldung. Gemeinsam wird versucht, persönliche und wirtschaftliche Probleme zu bedenken und besser in den Griff zu bekommen. Die Beratung ist kostenlos.
Ein Verzeichnis der staatlich anerkannten Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen in Bayern finden Sie Opens external link in new windowhier und die Ansprechpartner im Landkreis Schwandorf Opens internal link in current windowhier.

Quelle: Opens external link in new windowZentrum Bayern Familie und Soziales 

Stand: 11.10.2013, jeweils für "Familie in Not", "Hilfen für Mehrlingsfamilien ab Drillingen" und "Hilfen für Schwangere in Not".